Motorsägen
Benutzt jemand den Begriff Motorsäge, ist damit in der Regel eine Ein-Mann-Kettensäge gemeint, die für Holz- und Waldarbeiten benutzt wird.
Solange die Gas-, Öl- und Strompreise noch niedrig waren, wurden Motorsägen im privaten Bereich hauptsächlich zum Zurückschneiden der Bäume und Büsche im Garten benutzt.
In Zeiten hoher Energiekosten heizen aber immer mehr Menschen ganz oder zusätzlich mit Holz.
Natürlich kann man dafür auf Pellets zurückgreifen und fertige Holzspalten kaufen oder liefern lassen. Je nach Höhe des Bedarfs lohnt es sich dann das Holz selbst zu zerkleinern oder gar selbst im Wald zu schlagen (Brennholzselbstwerbung), wobei man bis zu 75 % gegenüber fertigen Holzspalten sparen kann.
An dieser Stelle kann man bei der Anschaffung einer Motorsäge schon die erste grundsätzliche Entscheidung treffen:
Bei den Motoren hat man die Wahl zwischen einem 2-Takt-Benzin-Motor oder einem Elektromotor.
Zuhause in einem Wohngebiet empfiehlt sich die leisere Elektrosäge, im Wald ohne Stromanschluss der Benzinmotor. Will man neben der Gartenarbeit noch Brennholz verarbeiten, muss die Motorsäge eine hohe Schnittleistung erbringen. Grundsätzlich bieten dies Benzinmotoren, elektrisch betriebene Sägen müssen dafür mindestens 1000 Watt haben. Allerdings gilt das nur für Weichholz.
Sollen größere Mengen Hartholz verarbeitet werde, muss man sich sehr genau vor dem Kauf informieren.
Die Säge kann pneumatisch durch Druckluft oder hydraulisch mit Öl angetrieben werden. In jedem Fall muss der schneidende Teil der Säge, die Sägekette, zuverlässig geschmiert werden.
Die Handhabung dessen, also das Einfüllen und Dosieren des Öls und die Ablesbarkeit des Ölstands sind ein weiteres Qualitätsmerkmal eine Motorsäge.
Da die Sägekette immer richtig gespannt sein muss, um eine gute Schnittleistung zu erbringen, aber auch um nicht zu reißen oder ab zu springen, sollte die einfache Bedienung der Kette an erster Stelle der Kriterien für eine gute Handhabung einer Motorsäge stehen.
Am allerwichtigsten ist die Sicherheit:
Eine gute Kettensäge sollte zunächst einmal ausführliche, verständliche Sicherheitshinweise in der Bedienungsanleitung haben. Als Nächstes ist der Kettenfangbolzen wesentlich. Er soll das Rückschlagen der Kette vermindern, wenn die Kette reißt.
Last not Least: die Kettenbremse. Sie muss nach jedem Schnitt betätigt werden und bei einem Rückschlag automatisch ausgelöst werden. Die Kettenbremszeit darf dabei nur den Bruchteil einer Sekunde betragen (optimal: unter 0,05 Sek.).
Kurse zu Führen einer Motorsäge werden z.B. von Herstellern, Feuerwehren und Landwirtschaftsverbänden angeboten. Wohin man sich am besten wendet und was ein Kurs kostet, kann man im Internet suchen oder beim nächsten Forstamt erfahren.
Das Absolvieren eines solchen Kurses dient nicht nur der persönlichen Sicherheit (und ist eine Voraussetzung für Selbstwerber), sondern hilft auch bei der Auswahl der optimalen Motorsäge.

